Haus des Lebens - Wohnheim für psychisch kranke Menschen

 

Kurzfreizeit in Bonn vom 21. - 24.08.18

Kurzfreizeit 2018 im Haus Annaberg bei Bonn

von Martina Feldmann

 

„Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon……….…….wieder soweit?“ Jaaaaa!!! Es ist wieder Freizeit-Zeit!!!!!

Dieses Mal ging unser 3 – tägiger Ausflug zum „Haus Annaberg“ in der Nähe von Bonn.

„Berg“ war hier nicht nur ein Teil des Namens, sondern im wahrsten Sinne des Wortes mehr als zutreffend, denn es ging steil bergauf (sogar mit Serpentinen, wie fast in den Alpen) durch einen dicht bewachsenen Wald……….……….und da stand es, mitten in einem wunderschönen urtümlichen Park mit Fischteichen, Büschen und Bäumen und sogar mit zwei riesigen „Redwood“- Exemplaren, wie man sie sonst nur aus den USA kennt, eine fast verwunschene architektonische Augenweide: das Haus Annaberg.

Wir, das waren zehn BewohnerInnen- und ExbewohnerInnen des Haus des Lebens, sowie der stellv. Leiter Herr Frank, unsere Ergotherapeutin Frau Dachsel (und die wichtigste „Person“ unserer Truppe überhaupt) der Labrador Cezar), waren regelrecht sprachlos und das will bei uns was heißen!

Aber die „Augenweiden“ gingen noch weiter: das Interieur unserer Herberge versetzte uns fast ins vorvorige Jahrhundert. Der Eingang bestand aus einem alten Steinboden, die Zimmer waren mit schönem alten Parkett ausgelegt, das unter den Füssen knarrte. Die Türen und Fenster hatten noch die alten ursprünglichen Beschläge. Die Zimmer (Einzel- und Doppelzimmer) waren hübsch eingerichtet, z.T. richtig groß und mit oder ohne Balkon.

Wir hatten im ersten Stockwerk einen ganzen Trakt für uns, der mit einem fast schon riesigen Balkon (man konnte diesen schon als Terrasse bezeichnen) mit alter gusseisener Umrandung, bepflanzt mit Blumen und Kräutern, endete.

Da das Wetter während unseres gesamten Aufenthalts bombastisch war, haben wir diese „Terrasse“ als unser Wohnzimmer auserkoren.

Dann ging es ans Auspacken und flugs war es schon wieder Zeit zum Abendessen. Und da kam der nächste „Hammer“!  Als wir in den Speisesaal kamen, fühlten wir uns schon wieder wie versetzt ins 19. Jhd. Es war wie in einem Schloss. Es stand eine ellenlange Tafel in einem großen fast schon pompösen Saal mit Stuckdecken, Lüstern und einem großen Kamin an einem Ende des Raums. Das Essen war vorzüglich und sehr liebevoll angerichtet.

Da es bis tief in die Nacht herrlich warm war, beendeten wir den Tag „chillend“ auf unserem Balkon.

Am nächsten Tag stand eine Rheinfahrt nach Königswinter und wieder zurück auf dem Programm und wer dort nicht mit wollte, durfte die Innenstadt von Bonn unsicher machen. Ein besonderes Bonbon war für einen jungen Mann von unserer Gruppe die Möglichkeit mit seiner Freundin auf den Spuren seiner eigenen Vergangenheit zu wandeln, denn er wurde nach Bad Godesberg gefahren, wo er einige Jahre gelebt hatte.

Am Nachmittag hatten dann die „Bootsfahrer“ ebenfalls die Möglichkeit einen Stadtbummel zu machen und wer wollte, wurde in unsere „Herberge“ zurückgefahren.

Dank des herrlichen Wetters und nach einem weiteren opulentem Mahl, verbrachten wir wieder den Abend auf unserem Balkon mit Spielen, Plauschen und Chillen.

Am darauffolgenden Tag stand ein Ausflug zum Drachenfelsen und die anschließende Besichtigung des Schlosses „Drachenburg“ auf dem Programm. Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie so manche Menschen leben bzw. gelebt haben.

Der Nachmittag war zur freien Verfügung und jetzt könnt ihr raten, was wir gemacht haben. Ja, richtig! Wieder war unser Balkon der Mittelpunkt der Erde.

Am nächsten Tag hieß es leider schon wieder Abschied nehmen (trotz vieler guter Ideen unsererseits zur Rechtfertigung einer Freizeitverlängerung).

Aber ein „Highlight“ sollte noch kommen: ein Zwischenstopp beim „Haribo“ – Werksverkauf versüßte den Abschied. Ich glaube, dieser Besuch bedarf keinerlei weiterer erklärender Worte, oder?!

Tja, und das sollte NICHT das letzte „Highlight“ gewesen sein. Da wir während der Freizeit alle so lieb waren und es kein Gezänke oder so gab, überraschte uns Herr Frank noch mit einem Essen beim „Thailänder“ in Herborn zum Abschluss der Reise.

Tschüss und bis zum nächsten Jahr!!!