Haus des Lebens - Wohnheim für psychisch kranke Menschen

 

 Inklusion

"Inklusion ist die Erinnerung daran, wie gut jeder Mensch für einen anderen sein kann, und wie gut es tut, wenn wir einander gut sind." Klaus von Lüpke


Auf der Homepage der Aktion Mensch finden Sie sehr eindrücklich erklärt was der Inklusionsgedanke bedeutet.


Wir als Wohnheime wollen auch in unseren Häusern den Inklusionsgedanke ein Stück weit verwirklichen. So haben wir im August 2014 begonnen eine kleine Gruppe, bestehend aus 5 BewohnerInnen unserer Einrichtung eine alternative Tagesstruktur zu der regulär stattfindenden Ergotherapie anzubieten. Frei nach dem Motto - Der Name ist unser selbsternanntes Ziel nennt sich die Arbeitsgemeinschaft "Inklusionsgruppe". Begonnen wurde, unter der Leitung einer Mitarbeiterin mit kleineren Hausmeistertätigkeiten und ganz allgemein, Tätigkeiten, die im Laufe des alltäglichen Lebens so anfallen könnten.

Um sich den Alltag dieser Gruppe etwas besser vorstellen zu können, finden Sie hier eine Beschreibung aus Sicht der "Inklusionsgruppe"

Im Laufe der vergangenen zwei Jahre ist die Gruppe in sich gewachsen, ein gemeinschaftliches Miteinander, gegenseitige Unterstützung und Arbeiten auf Augenhöhe steht hier im Vordergrund.

Mittlerweile sind die Mitarbeiter dieser Gruppe aus dem Wohnheimalltag nicht mehr wegzudenken, so unterstützen sie mit ihrer Arbeitskraft oft die Mitarbeiter vor Ort und entlasten die Hausmeister. Allerdings hat sich das Arbeitsumfeld auch erweitert. So gab es im vergangenen Jahr mehrere einmalig stattfindende Projekte, wo sich vorrangig die Inklusionsgruppe, aber auch andere Bewohner der Einrichtung beteiligt.

siehe aktuelles....im gemeinsamen Tun mit Bürgern der Stadt Herborn und dem Geocacherstammtisch der Wilden 13 haben wir einen kleinen Beitrag zur Sauberkeit am Dillufer beigetragen; 3 Tage selbstgebastelte Dinge auf dem Herborner Weihnachtsmarkt angeboten, sowie am Getränkestand mitgeholfen, der beim 1jährigen Geburstag des zum Hessentag errichteten Aussichtsturm aufgebaut wurde.

Seit Herbst 2016 helfen jeweils 2 Mitarbeiter der Inklusionsgruppe in Eigenverantwortung einen älteren Herren bei der Gartenarbeit.

Mit diesen begonnenen Projekten erhoffen wir uns auf neu entstehende Berührungspunkte in und um die Stadt Herborn, um die Berührungsängste abzubauen un das Verständnis für psychische Erkrankungen in der Gesellschaft zu erhöhen, aber auch unseren Bewohnern eine weitere Perspektive zu den Werkstätten und Tagesstätten für psychisch kranke Menschen zu bieten und sie mit möglich vielen "gesunden" Menschen in Kontakt zu bringen.

So arbeiten wir selbstverständlich nicht nur mit der Inklusionsgruppe, sondern versucen das Angebot für alle Bewohner in der Einrichtung im Sinne der Inklusions aufzuliegen. Unsere freizeitangeobte darauf auszurichten.


Perspektivisch möchten wir unsere Angebote so erweitern, dass wir auch unsere Räumlichkeiten der Ergotherapie nach außen öffnen und Angebote für jedermann anbieten, wie schon einmalig das stattgefundene Bastelevent ...siehe aktuelles


....Verlinkung mit Bildern!

Ein Tag in der Inklusionsgruppe

Morgens um 08.45 Uhr treffen sich die Inklusionsmitglieder in den Räumlichkeiten der Ergo, wo auch die AT und BT stattfindet. Dort ist unsere Gruppenleiterin Frau Heimann vor Ort. Nach einer kurzen Begrüßung gehen wir der jeweiligen Arbeit nach, die jeweils freitags in unserer Teamsitzung für die Woche vorbesprochen und geplant wurde. Die Aufträge richten sich meistens nach den anstehenden Arbeiten in und um die Wohnheime.

Beispiele der anfallenden Arbeiten sind:

Kehren um die Wohnheime und das Seniorenheim

verschiedene Gartenarbeiten, z.b. Rasen mähen, Hecke schneiden, Unkraut zupfen

Hausmeistertätigkeiten, wie z.b. Zimmer renovieren - streichen, Möbel auf- und abbau bei Ein- und Auszügen


Desweiteren verfügen wir über eine kleine Werkstatt im Keller des Wohnhauses 1. Dort befinden sich alle unsere Werkzeuge, die wir nach Bedarf eingekauft haben und mittlerweile gut bestückt ist. Desweiteren erledigen wir auch Einkäufe von Möbeln und größeren Elektrogegenständen für die Bewohner. Ab und an organisieren wir auch Caterings für kleinere Veranstaltungen bis zu 20 -30 Teilnehmern. Einige neue Außenprojekte, die der Inklusion förderlich sind wurden vorgestellt und besprochen. Sie sind für die Zukunft angedacht. Allgemein gesagt bereitet uns die Arbeit in der Inklusionsgruppe viel Spass. Wir arbeiten drei Stunden am Vormittag und können uns so 1 € die Stunde zum Taschengeld dazuverdienen. Ab und zu gehen wir auch Essen oder Kaffee trinken und werden so für unsere Arbeit belohnt. Die Inklusionsgruppe besteht zur Zeit aus fünf Mitgliedern. Wir hoffen auf ein friedliches und erfolgreiches Miteinander.

Mitglieder der Inklusionsgruppe